Die 1-3-5-Regel
Die 1-3-5-Regel ist eine einfache Art, einen realistischen Tag zu planen: Wähle eine große Aufgabe, drei mittlere und fünf kleine, mehr nicht. Diese Mischung hält dich an etwas Wichtigem dran und räumt trotzdem die Kleinigkeiten weg, ohne eine To-do-Liste, die auf dreißig Punkte anwächst.
- 1 große
- 3 mittlere
- 5 kleine
So funktioniert die 1-3-5-Regel
- 1Wähle eine große Aufgabe, die den Tag lohnenswert macht.
- 2Füge drei mittlere Aufgaben und fünf kleine hinzu. Das ist der ganze Tag.
- 3Arbeite sie ab und lass alles, was über neun hinausgeht, bis morgen warten.
Woher die Regel kommt
Die 1-3-5-Regel bekam ihren Namen 2013 von Alex Cavoulacos, Mitgründerin der Karriereseite The Muse, und wurde später in The New Rules of Work beschrieben, dem Buch, das sie gemeinsam mit Kathryn Minshew verfasste. Die Erkenntnis war schlicht und ehrlich: Wenn sie auf ihre besten Tage zurückblickte, waren es nicht die, an denen sie vierzig Punkte abgearbeitet hatte. Sie hatten eine Form: eine echte Leistung, ein paar mittelgroße Dinge, ein paar schnelle Erfolge. Die Regel macht diese Form einfach zum Plan statt zum Zufall. Sie stammt von jemandem mit einem echten Postfach und einem unberechenbaren Tag, und auch deshalb hält sie dem Kontakt mit so einem Tag stand.
Warum eins, drei und fünf
Eine flache Liste behandelt jede Aufgabe gleich, also konkurriert die große, wichtige mit einem Dutzend winziger Besorgungen und zieht oft den Kürzeren. Die 1-3-5-Form sortiert bewusst nach Größe: Die eine große Sache bekommt geschützten Raum, ein paar mittlere Aufgaben halten den Tag in Bewegung, und die Kleinigkeiten sind bei fünf gedeckelt, damit sie nicht überhandnehmen.
Die Gesamtzahl, neun, ist ebenfalls eine Grenze. Sind die Plätze einmal voll, ist der Tag geplant und der Rest wartet. Genau das ist der Sinn: Ein Plan, den du schaffen kannst, ist besser als eine Liste, die du nicht schaffst.
Die Fehler, die sie einebnen
Die Form hilft nur, wenn du sie respektierst. Die häufigsten Arten, wie sie zusammenbricht:
- Jeden Tag alle neun füllen. Die Zahlen sind eine Obergrenze, kein Soll. Ein leichter Tag darf leicht sein.
- Nach Aufwand statt nach Wichtigkeit einteilen. Die eine große Aufgabe sollte die sein, die am meisten zählt, nicht einfach die, die am längsten dauert.
- Die fünf kleinen den Ton angeben lassen. Kleine Aufgaben abzuhaken ist befriedigend, also werden sie unbemerkt zum ganzen Tag. Erledige die eine vor den fünf.
- Alles immer weiterschieben. Wenn dieselbe große Aufgabe eine Woche lang mitwandert, ist der ehrliche Schritt, sie zu verkleinern oder zu streichen, nicht sie immer weiter zu übertragen.
Wann sie passt und wann nicht
Die 1-3-5-Regel passt, wenn eine flache Liste das eine, was zählt, immer wieder unter einem Dutzend Kleinigkeiten begräbt und du eine Form willst, die es schützt. Die Größen übernehmen das Sortieren für dich.
Sie passt weniger gut, wenn schon neun zu viel sind, um sich ihnen zu stellen, oder wenn es an deinem Tag eigentlich um eine schwere Sache geht statt um das Ausbalancieren einer Mischung. Dann dient dir eine kürzere Liste besser: die Ivy-Lee-Methode mit ihrer strikten Sechs, Eat the Frog mit einer einzigen ersten Aufgabe oder die täglichen Drei.
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